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EUDR-Readiness-Checkliste

Zwölf Prüfpunkte zu Stammdaten, TRACES, Geodaten, Zoll und interner Steuerung – für einen schnellen Überblick, wo es im Alltag hakt (ca. 3 Minuten). Die Auswertung ersetzt keine rechtsverbindliche Prüfung; sie hilft bei der Priorisierung.

Wenn Sie bei einer Frage unsicher sind, wählen Sie im Zweifel eher „Nein“ – das markiert Klärungsbedarf.

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A) Daten-Governance & TRACES

Ziel: Klare Zuständigkeit, stimmige Stammdaten und nachvollziehbare Meldewege in TRACES.

  • Ist je betroffener Warengruppe klar, ob und wie sie unter die EUDR fällt – mit fachlicher Verantwortung und dokumentiertem Freigabeprozess (nicht nur „wir schauen später“)?

  • Werden Lieferanten-, Sendungs- und Artikeldaten in einem verbindlichen, einheitlichen Schema gepflegt – ohne parallele Excel- oder E-Mail-„Schattenlisten“ als führende Quelle?

  • Ist für TRACES festgelegt, wer Meldungen erstellt und wer sie vor Abgabe fachlich prüft (Vier-Augen inkl. Vertretung) – und sind Zoll-/Stammdaten (z. B. EORI) mit dem tatsächlichen Setup abgeglichen?

    Praxis: Wenn Stammdaten oder Rollen im System noch nicht zur realen Einfuhr passen oder eine Freigabe aussteht, lassen sich Meldungen oft nicht zuverlässig abstimmen – in der Praxis mit spürbarer Wartezeit bis zur belastbaren Nutzung.

Wer hier Lücken hat, sieht typischerweise häufiger Rückfragen, Korrekturschleifen und Verzögerungen bei Meldungen.

B) Geodaten-Qualität

Ziel: Vollständige, plausible und revisionssichere Geodaten pro Ursprung und Charge.

  • Liegen für Ihre relevanten Bezüge die geforderten räumlichen Angaben vor (z. B. Polygone/Flächen), versioniert und mit nachvollziehbarer Änderungshistorie – nicht nur Werks- oder Postadressen, wo ein Flächenbezug erforderlich ist?

    Praxis: Fehlt die geforderte räumliche Datenlage oder weicht sie stark ab, fehlt oft die Grundlage für eine nachvollziehbare Sorgfaltsprüfung – typisch folgen Nachforderungen und Schleifen, bis die Datenlage stimmt.

  • Ist ein standardisierter Plausibilitätscheck für Geodaten etabliert (Dubletten, Ausreißer, 0/0, Koordinatensystem)?

  • Können Sie bei einer Rückfrage innerhalb von 24–48 Stunden von konkreter Sendung/Charge zurück auf dokumentierten Ursprung und die zugehörigen Geodaten?

Unvollständige Geodaten oder Brüche in der Zuordnung sind im Alltag einer der häufigsten Gründe für Nachforderungen und Stillstand.

C) Zollabwicklung & Nachweisführung

Ziel: Konsistente Klassifizierung und schnell verfügbare Nachweise ohne Prozessstillstand.

  • Sind Zolltarifierung (KN8) und EUDR-Einstufung formal abgestimmt – sodass TRACES, Zoll und interne Stammdaten nicht auseinanderlaufen?

    Praxis: Weichen Zolltarif (KN8) und EUDR-Stammdaten voneinander ab, entstehen häufig Rückfragen an Grenze, im ERP oder beim Kunden – der Warenfluss wird aus Alltagssicht eher unsicher und langsamer.

  • Sind EUDR-relevante Nachweise zentral auffindbar, versioniert und mit klarer Verantwortung pro Lieferant/Sendung – nicht verteilt über Postfächer und Einzellaufwerke?

  • Besteht für Rückfragen von Zoll, Kunden oder Prüfstellen ein definierter Eskalationsprozess mit verbindlichen Reaktionszeiten?

Widersprüche zwischen Zollstamm und EUDR-Daten oder verstreute Nachweise kosten in der Praxis meist Zeit direkt an der Grenze oder beim Kunden.

D) Risikosteuerung & Skalierung (2026/2027)

Ziel: Prioritäten frühzeitig steuern statt ad hoc reagieren.

  • Sind die Top-3 Betriebsrisiken identifiziert, priorisiert und mit konkreten Gegenmassnahmen inklusive Verantwortlichen hinterlegt?

  • Greift bei fehlenden oder unplausiblen Pflichtangaben eine verbindliche Stop/Go-Entscheidungslogik?

  • Gibt es einen konkreten Plan für mehr Volumen oder neue Lieferanten (Rollen, Kapazität, QS) – nicht nur eine Jahreszahl auf der Folie?

Ohne klare Prioritäten und Skalierung wirken kleine Lücken im Tagesgeschäft oft erst bei Wachstum oder neuen Bezügen spürbar.

Auswertung

Aktueller Stand: 0 von 12 Kriterien erfüllt (0 beantwortet) - bitte je Frage Ja oder Nein wählen.

Bewertungslogik:

  • 9–12 Kriterien: Viele Grundlagen sind geklärt. Sinnvoll bleiben Stichproben und Pflege, sobald sich Volumen, Lieferanten oder IT ändern.
  • 5–8 Kriterien: Es funktioniert teils – die offenen Punkte sind die wahrscheinlichen Bremsen bei Rückfragen oder mehr Last.
  • 0–4 Kriterien: Hier besteht in der Regel der größte operative Spielraum: fehlende Struktur kostet im Alltag meist am meisten Zeit.

Die Liste der Handlungsfelder sortieren wir nach Ihren Antworten – als Arbeitsgrundlage, nicht als Gutachten.

Wenn Sie möchten, gehen wir die Auswertung in 20–30 Minuten gemeinsam durch und ordnen die nächsten sinnvollen Schritte – unverbindlich und sachlich.

Kontakt / Rücksprache

Für eine erste Einordnung reichen meist Warengruppe, eine Beispielsendung und der aktuelle Datenstand.